{"id":102,"date":"2018-06-24T13:12:34","date_gmt":"2018-06-24T11:12:34","guid":{"rendered":"http:\/\/elmobil.ch\/?p=102"},"modified":"2018-06-28T08:55:13","modified_gmt":"2018-06-28T06:55:13","slug":"wieso-wir-den-westfalia-jules-verne-gewaehlt-haben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/elmobil.ch\/?p=102","title":{"rendered":"Wieso wir den Westfalia Jules Verne gew\u00e4hlt haben"},"content":{"rendered":"<p>Der Westfalia Jules Verne ist etwa in derselben Klasse wir der Kult-California von VW, der Marco Polo von Mercedes (ebenso bei Westfalia gebaut) oder der Westfalia Kepler, der dem Jules Verne im Innenausbau gleicht, aber auf dem VW T6 mit langem Radstand basiert.<\/p>\n<p>Warum fiel unsere Wahl gerade auf den Jules Verne?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/elmobil.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/dscf1173.jpg\" class=\"alignnone size-full wp-image-108\" height=\"1332\" width=\"2000\" srcset=\"http:\/\/elmobil.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/dscf1173.jpg 2000w, http:\/\/elmobil.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/dscf1173-300x200.jpg 300w, http:\/\/elmobil.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/dscf1173-768x511.jpg 768w, http:\/\/elmobil.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/dscf1173-1024x682.jpg 1024w, http:\/\/elmobil.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/dscf1173-960x640.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Vollintegriert vs. Teilintegriert vs. Van vs. Camper (Bus)<\/h2>\n<p>Zun\u00e4chst einmal eine kurze Einteilung von Wohnmobilen in Klassen:<\/p>\n<ul>\n<li>&#8222;Vollintegrierte&#8220; sind meist sehr lange und breite Wohnmobile, bei denen von Aussen gar nicht mehr erkennbar ist, auf welcher Fahrzeugbasis der Aufbau steht. Die Original-F\u00fchrerhauskabine wird ersetzt durch einen (meistens) Kunststoffaufbau, der nahtlos bis zum Ende des Wohnmobils durchgeht und dem Ganzen einen Reisebus-\u00e4hnlichen Charakter verleiht.<\/li>\n<li>&#8222;Teilintegrierte&#8220; haben vorn das ganz normale F\u00fchrerhaus des Basisfahrzeugs (oft Fiat Ducato, es gibt aber auch VW Crafter, Mercedes Sprinter, Renault Master etc.). Daran schliess sich ein Aufbau an, der breiter und senkrechter ist als das urspr\u00fcngliche Fahrzeug, und oft einen Alkoven \u00fcber der Fahrerkabine hat. Teilintegrierte haben in der Regel, wie Vollintegrierte auch, eine kombinierte WC\/Dusch\/Badkabine und ein Bett im Heck.<\/li>\n<li>Kastenwagen sind innen ausgebaute aber \u00e4usserlich unver\u00e4nderte Transporter wie VW Crafter, Mercedes Sprinter, Renault Master. Sie haben oft einen sehr hohen Aufbau f\u00fcr Etagenbetten und um eine luftige Stehh\u00f6he im Innern zu bieten, und \u00fcblicherweise auch eine WC\/Bad-Kabine und feste Betten im Heck. Preislich gibt es hier am Meisten f\u00fcr&#8217;s Geld.<\/li>\n<li>Camper basieren auf Fahrzeugen, die eine Klasse unterhalb der Kastenwagen angesiedelt sind. Popul\u00e4re Beispiele sind Renault Trafic\/Open Movado\/Nissan NV300, VW T6, Citro\u00ebn Spacetourer\/Peugeot Traveller\/Toyota ProAce und Mercedes Vito\/V-Klasse. Sie haben keine Festen Betten im Heck, keinen Alkoven, \u00fcblicherweise ein hochzustellendes Dach mit Seitenw\u00e4nden aus Zeltstoff, eine kleine K\u00fcche, eine K\u00fchlbox (Deckel oben) und weder Bad noch WC. Vorteil: sie sind meist unter oder genau 2 m hoch und damit Parkhaus-tauglich, und lassen sich ansonsten auch beinahe wie ein PKW bewegen und nutzen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Kriterien f\u00fcr uns<\/h3>\n<p>F\u00fcr uns war klar, dass ein Camper auch das ganze Jahr \u00fcber als einziges Auto dienen muss. Einkauf, Kurzstrecke, lange Reisen zu Familienbesuchen &#8212; all das muss unser Wunschfahrzeug problemlos erledigen. Die Abmessungen m\u00fcssen unbedingt vertr\u00e4glich mit den eher knappen Einstellpl\u00e4tzen vor dem Haus sein, um problemlos einparken zu k\u00f6nnen und die Nachbarn nicht mit einer riesigen Blechburg zu ver\u00e4rgern. Der Verbrauch sollte auch im Rahmen bleiben.<\/p>\n<h2>Der Westfalia Jules Verne<\/h2>\n<p>Folgende Kandidaten sprangen schnell ins Auge:<\/p>\n<ul>\n<li>Westfalia Nugget auf Ford Transit Basis.<\/li>\n<li>\n<ul>\n<li>Innen recht h\u00e4sslich<\/li>\n<li>Sehr einfaches unattraktives Cockpit<\/li>\n<li>Mehr als 2 m hoch und damit nicht parkhaustauglich.<\/li>\n<li>Schlauer Grundriss mit L-F\u00f6rmiger K\u00fcche im Heck und K\u00fchlschrank in Bauchh\u00f6he<\/li>\n<li>Eher preiswert<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>VW California<\/li>\n<li>\n<ul>\n<li>Teuer<\/li>\n<li>Kultig<\/li>\n<li>T6 Basis mit kurzem Radstand. Kompakt<\/li>\n<li>VW Diesel mit fragw\u00fcrdiger Unternehmenspolitik und Kunden-Verarsche (Schummelsoftware)<\/li>\n<li>Nur eine von oben bef\u00fcllbare K\u00fchlbox<\/li>\n<li>Fahrerseitig eingebaute K\u00fcche<\/li>\n<li>Kleiner Klapptisch, der vor der K\u00fcche eingeh\u00e4ngt wird und diese dann verdeckt<\/li>\n<li>Hinter der Sitzbank nur noch nicht begehbarer toter Stauraum<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Mercedes Marco Polo: wird unten im Detail besprochen<\/li>\n<li>\n<ul>\n<li>Basis V-Klasse<\/li>\n<li>Sehr umst\u00e4ndliche Sitzbank, die manuell nach vorn gezogen werden muss, dann aber elektrisch und im Schneckentempo flachgelegt werden muss, um ein Bett zu bauen<\/li>\n<li>Sehr sch\u00f6ne l\u00e4ngs fahrerseitig eingebaute K\u00fcche<\/li>\n<li>Kleiner Klapptisch, der vor der K\u00fcche eingeh\u00e4ngt wird und diese dann verdeckt<\/li>\n<li>Nur von oben zu beladende K\u00fchlbox<\/li>\n<li>Hinter der Sitzbank nur nicht begehbarer toter Stauraum<\/li>\n<li>Teuer<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Westfalia Kepler:<\/li>\n<li>\n<ul>\n<li>VW T6 Basis, aber mit langem Radstand (5.40 L\u00e4nge!)<\/li>\n<li>Wie auch der Marco Polo und der Jules Verne von Westfalia gebaut<\/li>\n<li>Sehr stylish, sch\u00f6n<\/li>\n<li>VW Diesel mit fragw\u00fcrdiger Unternehmenspolitik und Kunden-Verarsche (Schummelsoftware)<\/li>\n<li>K\u00fcche auf der Beifahrerseite<\/li>\n<li>K\u00fchlschrank mit T\u00fcre und Eisfach und kluger Einteilung in Bauchh\u00f6he<\/li>\n<li>L-f\u00f6rmige Sitzbank und grosser, durch Klappmechanismus auf sehr gross verdoppelbarer Tisch<\/li>\n<li>Bis zum Fahrzeugende begehbar.<\/li>\n<li>Im Heck WC (!) und Duschwanne und Anschluss f\u00fcr Duschschlauch. Man kann theoretisch im Heck duschen (das Mobiliar wird von einem am Dach einzuh\u00e4ngenden Duschschlauch vor Wasser gesch\u00fctzt) oder, praktikabler, unter der ge\u00f6ffneten Heckklappe. Zum Beispiel nach dem Surfen, dem Bad im Meer oder einem langen Triathlon- oder Laufwettkampf<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Westfalia Jules Verne (Details siehe unten)<\/li>\n<li>\n<ul>\n<li>Basis Mercedes Vito<\/li>\n<li>L\u00e4nger als der kurze T6 (California), k\u00fcrzer als der lange T6 (Kepler)<\/li>\n<li>Wie der Marco Polo und Kepler bei Westfalia gebaut<\/li>\n<li>K\u00fcche auf der Beifahrerseite<\/li>\n<li>K\u00fchlschrank mit T\u00fcre und Eisfach und kluger Einteilung in Bauchh\u00f6he<\/li>\n<li>L-f\u00f6rmige Sitzbank und grosser, durch Klappmechanismus auf sehr gross verdoppelbarer Tisch<\/li>\n<li>Bis zum Fahrzeugende begehbar.<\/li>\n<li>Im Heck WC (!) und Duschwanne und Anschluss f\u00fcr Duschschlauch. Man kann theoretisch im Heck duschen (das Mobiliar wird von einem am Dach einzuh\u00e4ngenden Duschschlauch vor Wasser gesch\u00fctzt) oder, praktikabler, unter der ge\u00f6ffneten Heckklappe. Zum Beispiel nach dem Surfen, dem Bad im Meer oder einem langen Triathlon- oder Laufwettkampf<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir haben uns f\u00fcr den Jules Verne entschieden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/elmobil.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/dscf1221.jpg\" class=\"alignnone size-full wp-image-109\" height=\"2000\" width=\"1332\" srcset=\"http:\/\/elmobil.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/dscf1221.jpg 1332w, http:\/\/elmobil.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/dscf1221-200x300.jpg 200w, http:\/\/elmobil.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/dscf1221-768x1153.jpg 768w, http:\/\/elmobil.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/dscf1221-682x1024.jpg 682w\" sizes=\"(max-width: 1332px) 100vw, 1332px\" \/><\/p>\n<h3>Unterschiede zum Marco Polo<\/h3>\n<p>Der Jules Verne steht auf einer Mercedes Vito Basis, w\u00e4hrend der Marco Polo auf der V-Klasse basiert. Letztere wird von der Mercedes PKW Abteilung vermarktet, w\u00e4hrend der Vito von <em>Mercedes Nutzfahrzeuge<\/em> kommt. Die V-Klasse hat ein superschickes Cockpit, ganz \u00e4hnlich der aktuellen S-Klasse und C-Klasse, aber es wirkt auch irgendwie \u00fcberladen, kitschig, und mit zuviel bling-bling. Kommt bei den Scheichs, in Russland und in China sicher super an. Der Vito hat ein klar und einfach gehaltenes Armaturenbrett ohne Chrom-Akzente, ohne Klavierlack und ohne Holzeinlagen. Es erinnert mich an die schlichte Klarheit der letzten Saab Modelle (9000, 93, 95). Von Aussen unterscheiden sich die beiden durch das Vorhandensein oder Fehlen von Chrom im K\u00fchlergrill, an den Aussenspiegeln und an der Heckklappe. Ausserdem hat die V-Klasse vorn und hinten eine h\u00fcbsche Leuchtengrafik mit LED Scheinwerfern und einem schmalen Lidstrich als Tagfahrlicht, der Vito dagegen kommt mit konventionellen und schlichten Leuchten aus.<\/p>\n<p>Im Innenraum zeigen beide einen sehr \u00e4hnlichen Stil (hell\/dunkle M\u00f6bel), aber ein radikal anderen Grundriss. Und genau das ist die St\u00e4rke des Jules Verne. W\u00e4hrend beim Marco Polo der bewohnbare Raum mit und bei der schrecklich umst\u00e4ndlich verstellbaren Sitzbank endet, und die K\u00fcche fahrerseitig eingebaut ist, kann man beim Jules Verne bis zur Heckklappe durchgehen. Die K\u00fcche befindet sich auf der Beifahrerseite an der Schiebet\u00fcr. Es gibt einen vollwertigen in Brusth\u00f6he eingebauten 51 l K\u00fchlschrank mit einer &#8222;normal&#8220; \u00f6ffnenden T\u00fcre. Der Marco Polo hat lediglich eine von oben zu \u00f6ffende K\u00fchlbox. Der Jules Verne hat vorn eine L-f\u00f6rmige Sitzbank und einen grossen stabilen Tisch, w\u00e4hrend der Marco Polo nur eine Bank und einen kleinen Klapptisch zum Einh\u00e4ngen bietet.<\/p>\n<p>Der entscheidende Unterschied findet sich allerdings im Heck: dort hat der Jules Verne ein fest eigebautes WC! (Und eine Duschwanne und eine Dusche, die man wohl nie benutzen wird). Das WC ist vor Allem nachts ein Segen. Anstatt 250 m \u00fcber den Zeltplatz zum WC-Haus zu schleichen, wenn die Blase dr\u00fcckt, oder beim wild campen in den Wald zu tapern, hat man hier alles &#8222;im Haus&#8220;. Auch die Nachbarn danken es, wenn nicht f\u00fcr jeden Gang auf&#8217;s Klo zweimal die Schiebet\u00fcre ge\u00f6ffnet und geschlossen werden muss.<\/p>\n<p>In den zahlreichen Schubladen und Schr\u00e4nken findet sich erstaunlich viel Platz f\u00fcr Klamotten, K\u00fcchenutensilien, Campingzubeh\u00f6r etc.<\/p>\n<p>Es gibt einen Frischwassertank, einen Boiler f\u00fcr heisses Wasser und eine Diesel-Standheizung.<\/p>\n<p>Das Bett unter dem nach vorn aufklappbarem Dach ist zwar nicht ganz einfach zu entern, aber dann sehr bequem und mit 1.18 breit genug. Wer Zweifel hat, soll einfach mal zwei Isomatten oder zwei Schlafs\u00e4cke nebeneinander legen und sieht dann schnell, dass man im Zelt auch nicht mehr Platz hat und braucht.<\/p>\n<p>Erfahrungen w\u00e4hrend der Fahrt und des Campings folgen in separaten Artikeln.<\/p>\n<hr>\n<p>Alle Fotos (c) Karsten Seiferlin<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Westfalia Jules Verne ist etwa in derselben Klasse wir der Kult-California von VW, der Marco Polo von Mercedes (ebenso bei Westfalia gebaut) oder der Westfalia Kepler, der dem Jules Verne im Innenausbau gleicht, aber auf dem VW T6 mit langem Radstand basiert. Warum fiel unsere Wahl gerade auf den Jules Verne?<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false},"categories":[3,23,28],"tags":[20,29,17,11,21],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/pa07AX-1E","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/elmobil.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102"}],"collection":[{"href":"http:\/\/elmobil.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/elmobil.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/elmobil.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/elmobil.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=102"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/elmobil.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":130,"href":"http:\/\/elmobil.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/102\/revisions\/130"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/elmobil.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=102"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/elmobil.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=102"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/elmobil.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=102"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}